Ein Rechner dient nicht nur zum Arbeiten, sondern auch dem Vergnügen. Dazu gehört zum Beispiel die Wiedergabe von Musik und Videos, die längst nicht mehr nur über eine CD oder DVD und ein entsprechendes Abspielgerät abläuft. Fast jeder Rechner hat heute ein DVD-Laufwerk, so dass der Wiedergabe mit einer entsprechenden Abspielsoftware nichts mehr im Wege steht. Doch auch die herkömmlichen Datenträger wie CDs und DVDs sind heute oft nicht mehr zwingend notwendig. Mit Plattformen wie iTunes existieren Shops für digitale Inhalte, die ausschließlich über das Internet erreichbar sind. Musik und Filme, aber auch Musikvideos, Audiobücher etc. können dort bequem per bargeldloser Bezahlung (zum Beispiel über Kreditkarte oder Paypal) eingekauft und direkt heruntergeladen werden. Oftmals sind die Preise sogar günstiger als im Laden. Teilweise sind diese Inhalte noch mit DRM (Digital Rights Management) behaftet, was das ungehinderte Kopieren auf beliebige Geräte verhindern soll. Vor allem Musik ist mittlerweile jedoch meist ohne Aufpreis im normalen MP3-Format erhältlich, so dass sie überall abgespielt werden kann.
Ein häufiger Standort für einen Computer ist auch das Wohnzimmer. Spezielle Geräte wie der Apple TV sind mit dem Fernsehgerät verbunden und lassen sich vom Sofa aus mit der Fernbedienung steuern. Einen so genannten Media PC kann man sich jedoch auch selbst zusammenstellen. Es existieren extra für diesen Zweck Softwarepakete wie das XBMC Media Center. Außerdem wurde eine spezielle Variante des Betriebssystems Windows XP namens «Media Center Edition» veröffentlicht, die die Darstellung des Bildschirminhalts für den Fernseher anpasst. Gewöhnliche Funktionen einer solchen Media Center Software sind zum Beispiel das Wiedergeben von Filmen, Fernsehsendungen und Musik sowie das Anzeigen von Fotos. Einige Programme bieten bei bestehender Internetverbindung auch die Möglichkeit, Podcasts direkt auf dem Fernseher zu hören bzw. anzuschauen.